Ersetzt das die Fotografin?
Nein, und es soll es auch nicht. Die beiden fangen Verschiedenes ein: Die Fotografin macht die Bilder, die ihr rahmt – Gruppenaufnahmen, Porträts, die Zeremonie. Die Gäste machen die, über die ihr in zehn Jahren lacht. Wer das eine durch das andere ersetzen will, ist am Ende mit beidem unzufrieden.
Wie viele Gäste machen erfahrungsgemäß mit?
Das hängt fast vollständig davon ab, ob es jemand ankündigt. Steht der Code nur stumm auf dem Tisch, scannt ihn ein kleiner Teil. Wird er einmal laut erwähnt und läuft nebenbei eine Diashow, machen die meisten mit – weil sie sehen, dass es etwas bewirkt. Verlässliche Zahlen kann niemand nennen; jede Hochzeit ist anders.
Was ist mit Gästen, die kein Smartphone haben?
Die knipsen wie immer mit der Kamera, und jemand lädt die Bilder später dazu. Umgekehrt können sie das Album auf jedem Rechner ansehen, wenn sie den Link haben – ein Konto braucht es dafür nicht.
Sollen alle Bilder sofort für alle sichtbar sein?
Meistens ja – das ist der Reiz der Sache. Wenn ihr unsicher seid, etwa weil viele Kinder dabei sind, nehmt einen Dienst, bei dem ihr Bilder vor der Freigabe sehen könnt. Rechnet dann aber damit, dass jemand am Abend freigeben muss; von selbst passiert es nicht.
Wie lange sollten die Fotos verfügbar bleiben?
Lang genug, dass alle in Ruhe herunterladen – zwei Wochen reichen den meisten, wenn ihr daran erinnert. Länger zu speichern kostet Platz und damit Geld. Wichtiger als die Dauer ist, dass ihr sie vorher sagt und dass am Ende jeder das ganze Album mit einem Knopf bekommt, nicht Bild für Bild.
Brauchen wir dafür eine Einwilligung der Gäste?
Bei einem privaten Anlass im Familien- und Freundeskreis greift in der Regel die sogenannte Haushaltsausnahme, und es braucht keine formale Einwilligung. Sobald Bilder öffentlich geteilt werden – auf einer Webseite, in sozialen Netzwerken –, sieht es anders aus. Unabhängig von der Rechtslage gilt: Einmal zu fragen, ob jemand nicht auf Bildern erscheinen möchte, ist einfacher als hinterher zu löschen. Das hier ist keine Rechtsberatung.
Und wenn wir nicht heiraten, sondern etwas anderes feiern?
Dasselbe gilt für Geburtstage, Taufen, Jubiläen und Vereinsfeste – Knipsmit fragt nicht nach dem Anlass. Wenn ihr zusätzlich planen wollt, wer was mitbringt und wer zusagt, gibt es dafür Mitfeiern; für gemeinsame Reisen CrewGo.